Preissensibilität bedroht Markenanbieter

Donnerstag, 14. August 2008
Der Saturn-Claim ist auch bei Verbrauchern aktueller denn je
Der Saturn-Claim ist auch bei Verbrauchern aktueller denn je

Schlechte Nachrichten für Markenartikler: Die Bedeutung der Marke als entscheidendes Kaufkriterium hat in Deutschland wieder abgenommen. Gleichzeitig wird der Preis von Produkten für die hiesigen Verbraucher immer wichtiger - und das sogar bei bislang weniger preissensiblen Markenprodukten.  Dies ist das Ergebnis der Roland-Berger-Studie "Preis und Marke 2008". "Die Marke als dominierendes, bewusstes Entscheidungskriterium hat in nur fünf Jahren quer durch alle Branchen dramatisch abgenommen", sagt Ingmar Brunken, Studienautor und Principal bei Roland Berger. Als Basis dieser Studie dienten die Daten der aktuellen Marktforschungsstudie "Typologie der Wünsche" (TdW) von Burda Community Network (BCN), in der knapp 10.000 Deutsche ab 14 Jahre befragt wurden.

Am stärksten davon betroffen seien die Schuh- (minus 11,6 Prozent), die Automobil- (minus 9,1 Prozent) und die Weinbranche (minus 7,4 Prozent). Die Preissensibilität steige hingegen zum Teil sehr drastisch, insbesondere im Bereich Computer (plus 8,8 Prozent), Softgetränke (plus 7,6 Prozent) und wiederum in der Autobranche (plus 9 Prozent).

Die hohe Inflationsrate und das damit zusammenhängende Teuerungsbewusstsein der Konsumenten verschärfe den Trend zusätzlich. Markenanbieter müssen ihr Pricing optimieren, um einem Margen- und Absatzrückgang entgegen zu steuern, raten die Berater von Roland Berger.
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