Preisplakette des TÜV abgemahnt

Dienstag, 23. Januar 2007

Die Wettbewerbszentrale in München hat für die Korrektur einer irreführenden Werbung des TÜV Rheinland für eine Plakette zur Preisstabilität von Produkten der Drogeriekette Müller gesorgt. Mit der TÜV-Plakette und dem Hinweis "Preisstabilität geprüft (90 Prozent), Drogerieartikel, 30.04.2006 - 30.04.2007!" hatte der TÜV Rheinland Anfang des Jahres auf seiner Homepage im Zusammenhang mit der Drogeriemarktkette geworben. Die Auditoren des TÜV bestätigten: "Somit werden sich für den Verbraucher die Endpreise (Verkaufspreise) dieser Produkte zu mindestens 90 Prozent nicht ändern." "Im Hinblick auf die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent zum Januar erweckte diese Ankündigung den Eindruck, als wirke sich die Mehrwertsteuererhöhung nicht auf die Verkaufpreise aus. Tatsächlich war dies aber doch der Fall", argumentiert die Münchner Wettbewerbszentrale und mahnte den TÜV ab. Denn der TÜV habe das Siegel auch dann vergeben, wenn sich der Preis entsprechend der Mehrwertsteuererhöhung erhöht habe. Hierauf sei allerdings in der Bewerbung des Prüfsiegels an keiner Stelle hingewiesen worden, so die Wettbewerbszentrale. Der TÜV hat die Werbung nach Abmahnung durch die Wettbewerbszentrale umgehend korrigiert. ork

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