Preiskrieg: Handel setzt Markenartiklern zu / Coca-Cola setzt auf Wertigkeit

Donnerstag, 10. Dezember 2009
Coke-Marketer Thomas Gries
Coke-Marketer Thomas Gries

Die Preisspirale im Handel dreht sich weiter: 56 Prozent der Handelsunternehmen und 44 Prozent der Konsumgüterhersteller befinden sich nach eigenen Angaben derzeit in einem Preiskrieg. Das geht aus der aktuellen "European Pricing Study" der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners hervor. Markenhersteller fürchten in Zeiten preissensibler Verbraucher vor allem die Konkurrenz durch die Handelsmarken. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zählt in ihrem aktuellen "Consumer Tracking" 30 Prozent der Haushalte zu den "krisengefährdeten", 24 Prozent gar zu den "krisenbetroffenen", für die ausschließlich der Preis einer Ware im Vordergrund steht. "Diese Kunden sind gezwungen, preisbewusst einzukaufen", sagt Wolfgang Twardawa, Division Manager Marketing bei GfK Panel Services in Nürnberg.

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Mehr zu den Strategien der Markenartikler im Preiskrieg, und was Markenberater den Unternehmen raten würden, lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 50/2009, die am heutigen Donnerstag erschienen ist.

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Thomas Gries, Marketingchef bei Coca-Cola, bestätigt den Trend: "Sicherlich stellen Handelsmarken eine Konkurrenz für Markenartikler dar, insbesondere beim Kaufverhalten preisbewusster Verbraucher." Dennoch, so Gries auf HORIZONT-Anfrage, plane man keine Preissenkungen im kommenden Jahr. "Es ist abzusehen, dass der Verbraucher weiter preissensibel sein wird und der Handel dies mit Preisaktionen unterstützt", glaubt er. Aber: "Auf der anderen Seite werden Konsumenten auch in Zukunft für einen relevanten Mahrwert höhere Preise in Kauf nehmen". np
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