Preiskampf der Billigheimer: Penny greift mit Volksdiscounter-Kampagne an

Dienstag, 05. Mai 2009
Penny gibt sich als Volksdiscounter
Penny gibt sich als Volksdiscounter

Der Preiskampf der Lebensmittel-Discounter spitzt sich weiter zu. Nach Lidl und Aldi, die bereits seit Ende April für verbilligte Angebote werben, geht jetzt auch die Rewe-Tochter Penny in die Kommunikationsoffensive. Im Fokus der sogenannten "Volksdiscounter"-Kampagne mit dem Slogan "Billiger für alle" stehen Produkte vor allem aus dem Bereich Frische, die nun im Preis um bis zu 18 Prozent gesenkt werden. Auch Sonderaktionen - etwa das Angebot, bei einzelnen Artikeln drei zum Preis von zwei zu erwerben - sind Teil der Werbeoffensive. Die Anzeigen, die Penny in Zusammenarbeit mit der Agentur Timefor entwickelt hat, werden zunächst in den kommenden vier Wochen in Tageszeitungen geschaltet. Wie das Kölner Unternehmen gegenüber HORIZONT.NET ankündigt, sieht die Kampagne auch Maßnahmen im Internet, Handzettel sowie weitere Aktivitäten am Point of Sale vor. Auch danach soll es weitergehen. Eigenen Angaben zufolge ist geplant, "den Werbedruck qualitativ und quantitativ entsprechend fortzuführen". Über die weitere Schaltung der Montags-Tageszeitungsanzeigen und die Größe der Anzeigen, die sich im Testlauf befänden, werde der Konzern kurzfristig entscheiden.

Auch Wettbewerber Norma beteiligt sich an der Rabattschlacht. Eigenen Angaben zufolge hat das Nürnberger Unternehmen bereits mehr als 100 Artikel dauerhaft im Preis gesenkt. Die neue Preissenkungsoffensive betreffe vor allem Milch und Milchprodukte und sei ein erneutes Zeichen an die Verbraucher, dass der Discounter "die Einkaufsvorteile zu 100 Prozent weitergibt", so das fränkische Unternehmen.

Mit den erneuten Preissenkungen dürfte sich der Druck auf den Lebensmittel-Einzelhandel weiter erhöhen. Wie das Statistische Bundesamt Anfang der Woche mitteilte, ist der Umsatz des deutschen Einzelhandels im Bereich Lebensmittel, Getränken und Tabakwaren im März 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat real um 3 Prozent geschrumpft. Als ein Grund gilt laut dem Statistischen Bundesamt der anhaltende Preiskampf in den deutschen Supermärkten. mas
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