Poker um Bundesliga-Rechte beginnt

Dienstag, 28. Oktober 2008
Die DFL muss nun die Angebote sondieren
Die DFL muss nun die Angebote sondieren

Wenige Tage bevor die Deutsche Fußball Liga (DFL) ihre TV-Rechte ausschreibt, bringen sich die potentiellen Bieter in Stellung. So hat der amerikanische Disney-Konzern sein Interesse an einem Einstieg in den deutschen TV-Markt mithilfe der Fußball-Rechte bekräftigt. „ Wir haben ständig ein Auge auf die begehrtesten Fernsehformate", sagte ein Sprecher des Disney-Senders ESPN dem Nachrichtendienst Bloomberg. „Und die Bundesliga halten wir dafür." Offenbar befindet sich der Sender bereits in Gesprächen mit Kabel Deutschland und Kabel Baden-Württemberg zwecks einer Einspeisung eines ESPN-Kanals. Auch bei Unity Media soll der Sender schon angeklopft haben. Damit setzt die Disney-Tochter vor allem Premiere unter Druck.

Im Free-TV muss sich die ARD auf ein verschärftes Bieterrennen einstellen. Sat 1 wird derzeit als heißer Kandidat gehandelt. Der Kölner Sender zeigt ab Sommer 2009 wieder internationalen Fußball in Form von Champions League und Uefa-Cup und baut dafür eine eigene Sportredaktion auf. Auf Taz.de machte Sat-1-Sprecherin Kristina Faßler keinen Hehl aus einem Interesse an den Bundesliga-Rechten: „Es muss aber bezahlbar sein."

Die DFL schreibt die TV-Rechte am kommenden Freitag aus. Laut DFL-Chef Christian Seifert haben sich bereits 32 Interessenten registriert. Diese können sich ebenso wie die Zuschauer darauf einstellen, dass die Bundesliga künftig an mehr als drei Anstoßzeiten am Wochenende stattfindet. Neben einem späten Live-Spiel am Samstag ist eine zeitliche Entzerrung von insgesamt drei Sonntagsspielen im Gespräch. mh
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