Plattenlabel Ministry of Sound inszeniert Wirbel um Nackedei-Spot

Freitag, 21. Dezember 2001

Die englische Plattenfirma Ministry of Sound, die sich selbst als "Kultlabel" bezeichnet, setzt für ihre neue Techno-Compilation-CD "The annual 2002" nicht nur auf einen inhouse kreierten TV-Spot, sondern hofft auch auf begleitende PR. "Der Spot sorgt unerwartet für Aufruhr in den Chefetagen von Viva, MTV und RTL 2", freut sich das Label in einer Presseerklärung.

Hintergrund: Im Commercial mit dem Titel "Schwing Dein Ding!" sind nackt tanzende Menschen zu sehen. "Der TV-Spot, den Deutschland nicht sehen darf", textet das Unternehmen pathetisch. Die besagten Sender, "selbst nicht gerade zimperlich, viel Fleisch für die Quote zu bieten", hätten die Ausstrahlung abgelehnt.

Jamie Turner, Produktmanager von Ministry Of Sound Germany, spricht von Zensur - und will nun die Aufmerksamkeit nutzen, um auf seiner Homepage für Traffic zu sorgen: Unter www.ministryofsound.de sei "der Spot, der für deutsche TV-Zuschauer zu heiß ist", ohne schwarze Balken zu sehen.
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