Piratenpartei: Xing reagiert auf Proteste

Donnerstag, 06. August 2009
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Kehrtwende bei Xing: Die Piratenpartei erhält nun eine Gruppe im Business-Netzwerk Xing. Während andere Bundestagsparteien eine Gruppe im Rahmen der Wahlinitiative beim Netzwerk erhielten, ging die Piratenpartei zunächst leer aus. Im Web, bei Xing und Twitter sorgte das für Entrüstung. Das Business-Netzwerk hatte zunächst Diskussionsforen zur Wahl eingerichtet. CDU, CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN sowie Die Linke starteten mit eigenen Gruppen auf Xing. Auf der Seite hat Xing auch ein Wahlbarometer eingerichtet. Dort nicht mit dabei und auch nicht als Gruppe vertreten: die Piratenpartei. Der Sturm der Entrüstung legte zwischenzeitlich sogar die Seite zu Wahl.Xing.com lahm.

Zeichen des Protests. Eine überwältigende Mehrheit stimmte beim Wahlbarometer für "Sonstige" (84 Prozent am Mittwoch nachmittag).

Eine Gruppengründung für die Piratenpartei hatte Xing im Vorfeld mit dem Hinweis abgelehnt, dass man nur Gruppen zulasse, "die hauptsächlich der Diskussion aktueller Tagespolitik dienen oder parteipolitisch motiviert sind, ab Ende Juni 09: – mit Ausnahme der Gruppen der im Bundestag zugelassenen Parteien anlässlich des Wahlkampfes 09", zitiert Antragsteller Benedikt Schmidt aus einem Schreiben von Xing.

Zeichen des Protests: Sonstige liegen vorn
Zeichen des Protests: Sonstige liegen vorn
Pech für Xing, dass die Piratenpartei mit dem Ex-SPD Mann und Neumitglied der Piratenpartei, Jörg Tauss, einen Sitz im Bundestag hat. Xing musste die Absage konkretisieren. Zugelassen seien nur Parteien mit Fraktionsstärke.

Mit Kürzeln wie #Xing #Fail machte sich der Unmut über die Ausgrenzung unter anderem bei Twitter Luft.  ork
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