Philips: Markenkampagne beflügelt Deutschlandgeschäft

Donnerstag, 21. April 2005
Anzeige aus der Kampagne "Sense and Simplicity"
Anzeige aus der Kampagne "Sense and Simplicity"

Die im Herbst 2004 gestartete Markenkampagne hat sich offenbar positiv auf die Geschäftsentwicklung von Philips in Deutschland ausgewirkt. Laut Unternehmensangaben kletterte der Umsatz im Geschäftsjahr 2004 "trotz schwieriger Rahmenbedingungen, schwachem Dollar und verhaltenem Konsumklima" von 4,11 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,27 Milliarden Euro. Der Gewinn habe sich ebenfalls leicht auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erhöht. Für die Markenkampagne mit dem neuen Claim "Sense and Simplicity" (Kreation: DDB, London, Adaption: Freihafen, Hamburg), für die international im letzten Quartal 2004 ein Etat von 80 Millionen Euro zur Verfügung stand, wurde hierzulande ein zweistelliger Millionenbetrag investiert (Media: Carat, Hamburg).

Laut Unternehmensangaben haben sich 2004 alle Konzernsparten positiv entwickelt. In der Sparte Medizintechnik, die 27 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuerte, habe Philips seinen Marktanteil bei Bildgebender Diagnostik auf 24 Prozent ausbauen können. In der Sparte Elektro-Hausgeräte sei der Marktanteil leicht auf 15,1 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür sei vor allem der Erfolg der Kaffeemaschine "Senseo", von der hierzulande mehr als zwei Millionen Stück abgesetzt worden seien. Eigenen Angaben zufolge hält Philips damit im Bereich der Kaffee-Pad-Maschinen einen Marktanteil von 87 Prozent, bei Kaffeemaschinen mehr als 40 Prozent. Auch im Bereich Licht habe Philips in Deutschland im vergangenen Jahr ein leichtes Wachstum erzielt. Dasselbe gilt für das Segment Halbleiter: 2004 war Philips erstmals die weltweite Nummer 2 bei Diskreten Halbleitern.

Hans-Joachim Kamp, Sprecher der Geschäftsführung der Philips GmbH, erwartet, dass das Unternehmen "auch im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland wieder profitabel wachsen" wird. Allerdings gibt es erste Anzeichen für ein abflauendes Geschäft 2005. So sank der Gewinn des Philips-Konzerns im 1. Quartal 2005 von 550 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 117 Millionen Euro. Begründet wird die Entwicklung mit dem Preisverfall im Markt für Flachbildschirme sowie Problemen in der Halbleitersparte. mas
Meist gelesen
stats