Pharmaunternehmen bauen Marketing um

Dienstag, 09. Februar 2010
Die Pharmaunternehmen wollen Ärzte und Patienten  direkt ansprechen
Die Pharmaunternehmen wollen Ärzte und Patienten direkt ansprechen

Die Pharmabranche stellt sich beim Marketing neu auf. Statt weiter auf die klassischen Instrumente Außendienst, Kongresse und Anzeigenwerbung zu setzen, gewinnen zunehmend die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und das Umwerben der Patienten an Bedeutung. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Booz & Company hervor. Die Veränderungen sind dabei in dem vor allem auf den Arzt konzentrierten Marketing dramatisch. Rund 80 Prozent der Unternehmen, die bereits im Marketing und Vertrieb gespart haben, überprüfen die Budgets weiter. 15 Prozent planen gar drastische Einschnitte. Lediglich fünf Prozent agieren antizyklisch und stocken ihre Budgets auf.

Die Ursache für das Streichkonzert liegt in der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche. Lag das Wachstum in den vergangenen fünf Jahren bei 4,4 Prozent, gehen Experten derzeit von einem Plus von 1,7 Prozent aus. Für die erfolgsverwöhnten Unternehmen ist das zu wenig. Sie streichen und schichten um. So planen 70 Prozent der Hersteller, verstärkt etwa in das gesundheitsökonomische Marketing zu investieren, 50 Prozent wollen ihre Patienten-Compliance-Programme ausbauen. Wie weit solche Veränderungen führen können, erklärt Rolf Fricker, Pharmaexperte und Partner bei Booz. "Pharmahersteller müssen mit Modellen wie Risikobeteiligung und Geld-zurück-Garantien zukünftig Wege gehen, die man bisher aus anderen Branchen kannte." mir 
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