Pfizer wehrt sich gegen Vorwurf der unerlaubten Werbung

Freitag, 19. November 2004

Der Pharmakonzern Pfizer wehrt sich gegen den Vorwurf des Bundesverbands der Verbraucherzentrale (BZBV), mit seinen Anzeigen zu Festbeträgen gegen das Heilmittelwerberecht zu verstoßen. "Mit unseren Anzeigen wollen wir im Rahmen der grundrechtlich geschützten Meinungsfreiheit auf die Fehlentscheidung der Funktionäre des Gesundheitssystems hinweisen. Die Öffentlichkeit kann die Tragweite der Entscheidung aber nur verstehen, wenn wir auch das Arzneimittel und seine besonderen Eigenschaften beim Namen nennen", sagt Michael Klein, Direktor Recht & Corporate Affairs bei Pfizer Deutschland.

Pfizer wirbt mit Printanzeigen (Agentur: Scholz & Friends, Berlin) gegen die Festpreisregelungen, die ab 2005 für Medikamente gelten. Hintergrund: Pfizer will den Preis für den Cholesterinsenker Sortis nicht ändern, sodass Kassenpatienten keine volle Erstattung mehr bekommen. Der Slogan der Anzeigen: "Ab Januar wird gespart. An der Gesundheit von Millionen Herz-Kreislauf-Patienten." Dies hatte der BZBV als unerlaubte Werbung für Sortis abgemahnt. kj
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