Pfizer bewirbt wieder indirekt Viagra

Mittwoch, 15. November 2000
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Im vergangenen Jahr ist der Pharmahersteller Pfizer mit entsprechender werblicher Potenz als erster Anbieter von erektionsfördernden Pillen in den deutschen Markt eingedrungen (HORIZONT 22/ 1999). Nun hält der gemeinnützige Verein Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit (ISG) in Freiburg das Thema hoch. In Publikumsanzeigen macht die von Ärzten gegründete Initiative Mut, bei entsprechenden Problemen zum Arzt zu gehen. Der Claim „Das ist die Liebe wert“ entstammt der Kampagne der deutschen Pfizer-Agentur Schmittgall in Stuttgart. Der aktuelle Auftritt zur erektilen Dysfunktion wurde auch von McCann-Erickson konzipiert, die den Europa-Etat des Pharmariesen betreut. Der Hintergrund des Verwirrspiels: Weltweit haben sich ähnliche Initiativen zusammengeschlossen und sind derzeit auf Agentur-suche. Zunächst wurden Motive von Schmittgall getestet, nun sind die McCann-Vorschläge an der Reihe – die Entscheidung ist noch offen. Die Schaltungen werden von Pfizer und weiteren Förderunternehmen wie Jenapharm (Hormonpräparate) und Mentor (Vakuumerektionshilfen) bezahlt. Den jeweiligen Sponsor nennt die ISG in der Anzeigencopy.
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