Pernod Ricard weitet Präventionskampagne aus

Mittwoch, 05. Januar 2011
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Die Alkoholindustrie übt sich im vorauseilenden Gehorsam: Auch wenn das in Ländern wie Norwegen bereits in Kraft getretene Werbeverbot für alkoholische Getränke hierzulande derzeit nicht auf der Agenda steht, legen sich die Hersteller kommunikativ ins Zeug, um ihr Verantwortungsbewusstsein unter Beweis zu stellen und dem Schicksal der Tabakindustrie zu entgehen. Ein Beispiel ist Pernod Ricard.


Der französische Wein- und Spirituosen-Konzern (Chivas Regal, Ballantine’s, Pernod) weitet seine im vergangenen Jahr gestartete Initiative „Mein Kind will keinen Alkohol“ weiter aus. Nach der Anzeigen- und Plakatkampagne, für die die in Köln ansässige Deutschland-Zentrale von Pernod Ricard prominente Testimonials wie Topmodel Franziska Knuppe, Schauspielerin Liz Baffoe Moderatorin Silvia Incardona und Bundespräsidentengattin Bettina Wulff gewinnen konnte, geht nun auch ein TV-Spot auf den großen Privatsendern on Air.

Wie Tony Eulenberg, der die Kampagne als Berater Marketing und Kommunikation für Pernod Ricard umsetzte, gegenüber HORIZONT.NET verrät, läuft der vom Kreativen Jörg Bruchmann entwickelte 30-Sekünder (Produktion: Playmedia, Berlin) bereits seit einigen Tagen im Kino sowie auf den Sendern von Seven-one Media. Seit Dienstag ist das Commercial nun auch auf den Sendern von IP Deutschland zu sehen. Erwähnenswert ist, dass die Vermarkter der TV-Konzerne Pro Sieben Sat 1 (Seven-one Media) und RTL Group (IP Deutschland) die Werbezeiten weitgehend kostenlos zur Verfügung stellen.

Mit dem Commercial will Pernod Ricard die TV-Zuschauer gezielt mit den Folgen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft konfrontieren - dem Fetalen Alkohol Syndrom (FAS). Nach Angaben des Wein- und Spirituosen-Konzerns greift hierzlande jede zweite schwangere Frau zur Flasche. Die Folge: Jedes Jahr kommen mehr als 3000 Kinder mit vorgeburtlich entstandenen Schäden bedingt durch Alkohol zur Welt.

„Wir gehen weiter in die Offensive gegen Alkohol in der Schwangerschaft. Wir wollen mit diesem Spot für flächendeckende Aufklärung in der Gesellschaft sorgen und dafür die Reichweite des Mediums TV/Kino nutzen", sagt Alain Dufossé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pernod Ricard Deutschland. Mit dem Projekt wolle das Unternehmen das Bewusstsein schärfen, dass jeder Schluck Alkohol beim ungeborenen Kind Schäden verursache, so Dufossé. Daher trete Pernod Ricard in dem Spot auch ganz bewusst nicht als Absender auf. Stattdessen wird lediglich die Internetadresse des Kampagnenportals eingeblendet. mas
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