Penny startet Angriff auf Aldi und Co

Freitag, 07. November 2008
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Der Discounter Penny versucht, seine Konkurrenten mit einer Werbeoffensive unter Druck zu setzen. Ab kommenden Montag weitet die Rewe-Tochter ihre wöchentlichen Anzeigenschaltungen massiv aus - die Zahl der belegten Tageszeitungen steigt dann um 40 auf ingesamt 150 Stück. Die zusätzlich belegten Titel kommen laut Unternehmen auf eine Gesamtauflage von 8 Millionen Exemplare - darunter sind unter anderem das "Hamburger Abendblatt", "Darmstädter Echo" und "Mannheimer Morgen". Die Tageszeitungen sollen zunächst allerdings nur testweise gebucht werden. Der Discounter kündigt an, den Absatzeffekt der Schaltungen sehr genau zu verfolgen. "Das ist eine Chance für die Medien, ihre Medialeistung unter Beweis zu stellen", sagt Marketing-Bereichsleiter Jochen Wilhelm. In den Schweinebauch-Motiven will Penny neben niedrigen Preisen auch Themen wie Frische und Qualität betonen. 

Bereits am Wochenanfang hatten Penny, Aldi und Lidl über ihre Anzeigen einen Preiskrieg entfacht, der gesunkene Einkaufspreise in Warengruppen wie Milch zum Anlass hatte. Die Offensive habe sich positiv auf Umsatz und Kundenzahl ausgewirkt, begründet Penny-Geschäftsführer Günter Becker die Ausweitung der Werbeaktivitäten. "Hinzu kommt, dass die Verbraucher durch die Folgen der weltweiten Börsenkrise wieder verstärkt auf den Preis achten", so Becker. jh  
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