Penny launcht neue Bio-Marke und deutet Pitch an

Donnerstag, 22. Juli 2010
Penny setzt auf neue Bio-Marke
Penny setzt auf neue Bio-Marke

Penny baut sein Bio-Segment aus. Der Lebensmitteldiscounter erweitert in seinen 2400 Läden das Angebot auf 70 Artikel. Gleichzeitig ersetzt die Rewe-Tocher die bisherige Bio-Marke "Naturgut" durch die neue Marke "B!O". Perspektivisch soll diese 100 Artikel umfassen. Beworben wird das neue Sortiment über Handzettel, die konzerneigene Zeitschrift "Laviva" und im Internet. Das könnte allerdings erst der Anfang sein. "Eine Bewerbung in klassischen Medien werden wir im Rahmen der Gesamtkommunikation der Vertriebsmarke Penny prüfen", heißt es aus dem Konzern. Heißt übersetzt: Anzeigen in Tagesanzeitung und in Zeitschriften sind durchaus möglich, den immer mal wieder diskutierten Einstieg in die TV-Werbung bedeutet das aber nicht. Die Werbemaßnahmen werden von den bisherigen Agenturteams umgesetzt, die Penny traditionell nicht kommuniziert. Doch der Agenturpool ist in seinem Bestand nicht unbedingt auf Dauer angelegt. "Sollten wir die Kommunikation zukünftig intensivieren, werden wir uns dem Thema Agenturbetreuung noch einmal widmen", heißt es beim Discounter. Im ersten Halbjahr 2010 liegt Penny im Ranking der größten Werbungstreibenden auf Platz 26. Nach den Berechnungen von Nielsen Media Research investierte der Discounter von Januar bis Juni brutto rund 59 Millionen Euro in die Werbung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von knapp 24 Prozent.

Für die Entscheidung, die Marke "Naturgut" aus dem Markt zu nehmen, gibt es drei Gründe. Zum einen hat die Marktforschung ergeben, dass die Penny-Kunden "B!O" positiver bewertet haben. Zum anderen wollte man mit der Neugestaltung des Bio-Angebots einen dynamischeren Markennamen schaffen. Zum dritten ist Penny überzeugt, dass sich der eigene Anspruch an das Sortiment besser transportieren lässt. Über den Claim "B!O Mehr Geschmack, mehr Genuss" will Penny Angebote schaffen, die über die gesetzlichen Kriterien hinausgehen und den Kunden einen Mehrwert bieten. "So wird der Käse ausschließlich aus österreichischer Heumilch und der Joghurt aus Biomilch aus dem Alpenvorland produziert", sagt Armin Rehberg, Mitglied des Vorstandes Rewe-Group.

Für den Discounter ist Bio im übrigen kein neues Geschäftsfeld. Das Unternehmen bietet seit 2007 seinen Kunden eine ökologische Alternative an. Der Discounter erzielt einen Umsatz von rund sieben Milliarden Euro.  mir
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