Pannenhandys: Siemens sagt Sorry

Mittwoch, 08. September 2004

Nach der Aufdeckung eines Softwarefehler bei der neuen 65er-Handyserie von Siemens und der anschließenden Verbannung der Geräte aus den Verkaufsregalen der Mobilfunker versucht der Konzern sein Image wieder gerade zu rücken. Auf einer von TBWA in Berlin gestalteten ganzseitigen Anzeige, die ab Donnerstag dieser Woche in rund 200 Tageszeitungen geschaltet wird, entschuldigt sich Siemens wegen des "kleinen, unwahrscheinlichen Problems", vertritt aber die Meinung, dass die umgehende Information der Öffentlichkeit dafür spreche, dass der Konzern sein Qualitätsversprechen ernst nehme. Für die Kampagne, die mit der Headline "Uuups, das war unser Elchtest" einen Vergleich zu Daimler-Chryslers Debakel um die A-Klasse herstellt, steht ein sechsstelliger Etat bereit (Planung und Einkauf: Mediacom, Hamburg). Das Anzeigenmotiv wird in lokalen Tageszeitungen sowie in den nationalen Ausgaben von "Bild", "FAZ", "Welt", "Handelsblatt" und "Financial Times Deutschland" platziert.

Siemens hat bei den betroffenen Handys der 65er Reihe mittlerweile Entwarnung gegeben. Die neue Software, die im Internet zum Download bereit steht, haben laut Unternehmenssprecher Stefan Müller bereits 200 von weltweit rund 250 Mobilfunkanbietern freigegeben. In Deutschland haben alle Anbieter bis auf Vodafone grünes Licht gegeben, sodass die Handys nun sukzessive wieder in das Sortiment aufgenommen werden. Müller erwartet, dass auch Vodafone noch in dieser Woche die Software freigibt. mas
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