Pandemie-Gefahr: Zalando präsentiert den Modevirus

Mittwoch, 06. Juni 2012
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"Wenn schon Schnupfen, dann doch bitte so!" - wird sich so manche Frau bei der neuen Zalando-Kampagne denken, die am 10. Juni in den Werbeinseln der Pro-Sieben-Sat-1-Sendergruppe startet. In dem neuen Spot geht es nicht um Schuhe, sondern um den Zalando-Virus, der bei jedem Nieser zu spontanen Outfitänderungen bei den betroffenen Damen (und dem behandelnden Arzt) führt. Verantwortlich für die Kreation war auch hier Jung von Matt/Fleet. Der Spot ist allerdings mehr als nur einer weitere launige Episode in der Werbegeschichte des Berliner Onlinehändlers. Wie CMO Christian Meermann schon im März gegenüber HORIZONT angekündigt hatte, will Zalando nach dem Thema Schuhe jetzt auch das Thema Mode mit seiner Marke verbinden. Als Schuhhändler genießt das Unternehmen eine Markenbekanntheit von 95 Prozent. Anders sieht es bei dem Thema Mode aus. Hier tummeln sich neben Zalando weitere werblich aktive Onlinehändler im Markt - unter anderem Ebay und Otto. Zudem ist das Berliner Unternehmen hier noch nicht als Anbieter mit großer Auswahl in den Köpfen der Konsumenten verankert.

Genau an diesem Punkt setzt die neue Kampagne nun an. Während die alten Spots über das in einem Schrei endende Storytelling vor allem die Versenderkompetenz inszenierten und erst in zweiter Linie Aspekte wie die Produktvielfalt oder günstige Preise vermittelten, rückt in der neuen Kampagne durch den Zalando-Virus die Vielfalt in den erzählerischen Mittelpunkt. Natürlich wird am Ende noch geschrieen und ist der unverkennbare Zalando-Bote zu sehen, doch dienen die Elemente in diesem Fall vor allem der Kontinuiität des Markenauftritts.

Für Zalando hängt von der erfolgreichen Expansion des Modevirus einiges ab. Denn das Unternehmen, das zunächst mit dem Thema Schuhe ausschließlich in Deutschland gestartet ist, muss sowohl im Sortiment wie auch in der geographischen Abdeckung wachsen. Andernfalls wäre es langfristig nicht wettbewerbsfähig gegen global agierende Wettbewerber wie Amazon. Das Sortiment umfasst mittlerweile neben Schuhe auch Mode, Sportartikel und Wohnaccesoires. Auch an der geographischen Expansion arbeitet der Onlinehändler kontinuierlich. Der gerade angekündigte Start in Spanien kann zwar angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten im Land als Risiko gewertet werden, bietet aber andererseits ein vielversprechendes Sprungbrett für eine weitere Expansion nach Südamerika und Nordafrika. cam

Das Making Of:

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