PPR im Zeichen der Eule: Neuer Name Kering huldigt bretonischen Wurzeln

Freitag, 22. März 2013
PPR-Chef François-Henri Pinault präsentiert das neue Emblem. Foto: Nicolas Morice
PPR-Chef François-Henri Pinault präsentiert das neue Emblem. Foto: Nicolas Morice

Der französische Luxuskonzern PPR (Gesamtumsatz 9,7 Milliarden Euro) hat sich einen neuen Namen ausgedacht. Kering will das Unternehmen künftig heißen. Eine Mischung aus dem englischen "caring" im Sinne der Sorge um die eigenen Marken und "ker", was im Bretonischen "Heim" bedeutet. Eine Ende des Monats startende weltweite Werbekampagne soll den Namenswechsel bekannt machen. In der Bretagne liegen die Ursprünge des 1963 gegründeten Imperiums PRR (Pinault-Printemps-Redoute). Das hat sich im Laufe der vergangenen Jahre von einer Handelsgruppe in einen Mode- und Accessoires-Konzern mit den beiden Geschäftsfeldern Luxus und Sport-Lifestyle verwandelt. Diese Transformation sei jetzt abgeschlossen, heißt es, was der Namenswechsel dokumentieren soll. Hinzu kommen ein neues Logo und ein neuer Slogan. Das Logo stellt eine Eule vor als Symbol für Weitblick, vor allem als Symbol einer Unternehmensgruppe, die die Marken genau im Blick hat und schützt. "Empowering Imagination" lautet das Konzernmotto, das der individuellen Kreativität der Marken Rechnung tragen soll. Zu denen zählen unter anderen Puma, Gucci, Alexander McQueen, Brioni, und Stella McCartney.

Dem Rebranding müssen zwar noch die Aktionäre auf ihrer Hauptversammlung am 18. Juni zustimmen. Aber über den Ausgang dieser Abstimmung bestehen offenbar keine Zweifel. Denn schon jetzt wird Kering eifrig kommuniziert. Die Markenstrategie hat sich Dragon Rouge ausgedacht, Havas Lifestyle hat Namen und Logo entwickelt. Das Werben für Kering geht laut Unternehmenskommunikationschefin Louise Beveridge über die interne Kommunikation hinaus. Eine von TBWA gesteuerte Kampagne erstreckt sich auf Nordamerika, Europa und Asien. Ein Internetfilm stellt das Unternehmen und seine Marken in ein helles Licht. Anzeigen in Printtiteln und im Web kommen zum Einsatz. Vor allem aber macht Kering seinen Namen über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Linkedin, Vimeo, Sina Weibo und Youku) publik. Vom 2. April an wird die Mode-Bloggerin Garance Doré über mehrere Monate hinweg in Videos beschreiben, wie Kering seine Marken fördert. Medienberichten zufolge belässt es Kering jedoch nicht bei einer neuen Identität. Zukäufe sollen den Umsatz von fast zehn Milliarden Euro 2012 auf 24 Milliarden im Jahr 2020 treiben. fo
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