Outfit-Studie: Interesse der Männer an Mode lässt nach

Dienstag, 24. April 2007

Ein Fünftel aller Deutschen zwischen 14 und 64 Jahren investiert mehr als 2000 Euro pro Jahr in den eigenen modischen Auftritt. Treibende Kraft dabei sind die Frauen: Für 92 Prozent von ihnen ist Kleidung nach wie vor wichtig oder sehr wichtig. Für Männer dagegen hat das Thema leicht an Bedeutung verloren: Zwar bekunden 76 Prozent, Kleidung sei für sie (sehr) wichtig; vor sechs Jahren sagten das jedoch noch 81 Prozent. Dies sind einige der Ergebnisse der Markt-Media-Studie Outfit 6, die der Spiegel Verlag heute in Hamburg vorstellte. Das meiste Geld geben Männer wie Frauen für Schuhe und Oberbekleidung aus. Die bekanntesten Schuh- sowie Kleidermarken sind Adidas (Markenbekanntheit: 99 beziehungsweise 97 Prozent) und Puma (93 Prozent/96 Prozent). Platz 3 bei den Schuhen hält Salamander (Markenbekanntheit 91 Prozent), bei der Kleidung ist es Wrangler (93 Prozent). Hier macht Jack Wolfskin den größten Sprung nach vorn - von 23 Prozent vor sechs Jahren auf nunmehr 60 Prozent. Tom Tailor (von 40 auf 71 Prozent) und Dolce & Gabbana (von 20 auf 51 Prozent) verbessern sich jeweils um 31 Prozentpunkte.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Luxusgüter sind weniger gefragt, aber auch Schnäppchenjagden werden seltener. So geben nur noch 61 Prozent der Deutschen für besonders wertbeständige Waren gerne mehr Geld aus; in der Vorgängerstudie 2001 sagten das noch über 70 Prozent. Andererseits empfinden gut 70 Prozent "ein Gefühl von Befriedigung", wenn sie ein Schnäppchen ergattern. Vor sechs Jahren waren es jedoch noch fast 75 Prozent. Während sich die Extreme im Kaufverhalten zurückbilden, steigt die allgemeine Konsumlust leicht an: Nur noch gut 47 Prozent der Deutschen verzichten bewusst auf Dinge, die sie sich eigentlich leisten könnten (2001: knapp 54 Prozent). rp

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