Otto Group: Umsatzplus fällt deutlich schwächer aus

Mittwoch, 20. Juni 2012
Hans-Otto Schrader: Der Chef der Otto Group will mehr investieren
Hans-Otto Schrader: Der Chef der Otto Group will mehr investieren

Ein deutlich abgeschwächtes Ergebnis für die Otto Group musste der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader auf der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2011/12 in Hamburg präsentieren. Die Gesamtumsätze stiegen nach einem Plus von 12,6 Prozent im Vorjahr nur noch um 1,7 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Der Versender Otto beendete das Geschäftsjahr sogar mit einem Minus. Nach einem Plus von 13,4 Prozent im Vorjahr reicht es für den Otto-Versand diesmal nur für 2,09 Milliarden Euro Umsatz – ein Minus von 1,3 Prozent.

Im Segment Multichannel-Einzelhandel konnte die Gruppe den Umsatz mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 10 Milliarden Euro gerade so stabilisieren. Immerhin wuchsen die E-Commerce-Erlöse global um 9,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro und in Deutschland um rund 300 Millionen Euro (9 Prozent) auf 3,4 Milliarden Euro.

Die Otto Group will nun erheblich in den E-Commerce investieren. Beim Versender Otto macht das Online-Geschäft bereits 75 Prozent des Umsatzes aus.

Für die Gruppe soll Rainer Hillebrand, Nummer 2 im Konzern hinter Schrader, das E-Commerce-Geschäft der Otto Group vorantreiben. Gleichzeitig sucht der Konzern in der Arbeitsgruppe Fokus nach Synergien für die Marken Otto, Baur und Schwab. Im Herbst sollen Ergebnisse vorliegen. ork

Mehr Hintergründe zur Otto-Bilanz am Donnerstag in der HORIZONT-Ausgabe 25/2012.

Details zur Entwicklung des Umsatzes und der Einzelgesellschaften nennt außerdem das E-Commerce-Blog etailment.de
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