Opel kämpft mit Testofferte gegen Verlierer-Image

Mittwoch, 02. März 2005
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In dieser Woche startet Opel seinen bisher größten europaweiten Markenauftritt. Damit verfolgt der angeschlagene Autobauer in den kommenden Monaten zwei Ziele gleichzeitig: Zum einen wollen die Rüsselsheimer die öffentliche Aufmerksamkeit von der Negativ-Presse über Millionenverluste und Stellenstreichungen auf die - in Autotests mittlerweile gelobten - Produkte lenken. Zum anderen erwartet Opel durch den europaweiten Aufschlag werbliche Synergien und damit einen Beitrag zum Konzern-Sparprogramm.

Eine "Balance der Botschaften" wünscht sich Jonathan Browning, Marketingvorstand der Opel-Mutter General Motors Europe (GME), im HORIZONT-Interview. "Während öffentlich über unsere Restrukturierung geredet wurde, haben wir die Qualität unserer Produkte verbessert wie kein anderer Hersteller in Europa", ergänzt Opel-Marketingvorstand Alain Visser.

In der TV- und Printkampagne, deren Medialeistung einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag kosten dürfte, ruft Opel unter dem Motto "Million Mile Test Drive" Autofahrer in 40 Ländern auf, drei Tage lang ein Fahrzeug aus der Modellpalette kostenlos zu testen. Probelauf ist in Deutschland. Hierzulande ruft Opel seit Februar zum Probefahren auf - allerdings bis jetzt ohne Werbung. Die jetzige Kampagne kommt von McCann-Erickson BCA, Frankfurt (Produktion: Bakery Films, Hamburg). rp

Alles zur größten europaweiten Opel-Kampagne sowie das Exklusiv-Interview mit General-Motors-Europe-Marketingvorstand Jonathan Browning in der HORIZONT-Ausgabe 9/2005, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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