Online-Brokerage vor allem von deutschen Anlegern kaum genutzt

Dienstag, 14. Dezember 1999

Bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften online über das Internet wird immer häufiger auf die Dienste von Direktbanken und Discount-Banken zurückgegriffen. Das ist das Ergebnis des Online-Brokerage Monitors 1999 von Infratest Burke in München, bei dem regelmäßig die Online-Brokerage-Märkte in Europa und den USA analysiert werden. Demnach wickeln bereits heute drei von vier Investoren ihre Anlagegeschäfte online über solche Institute ab. Von den vier Millionen deutschen Wertpapierbesitzern mit Internetanschluss nutze jedoch nur jeder Fünfte die Online-Dienste. Negativ für die Banken sei insbesondere, dass von den Online-Investoren ein Viertel über ein Haushalts-Nettoeinkommen von 6000 Mark und darüber verfüge und somit deutlich mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt. Dazu seien Online-Investoren mit den von ihnen genutzten Diensten sehr zufrieden. Nur 6 Prozent tragen sich aktuell mit Wechselgedanken, was im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung stehe, Online-Kunden ließen sich nur schwer an Anbieter binden. Am größten ist der Studie zufolge die Loyalität unter den Kunden von Consors, Comdirect-Bank und Direkt Anlage Bank.
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