Online-Adressen reizen nicht zur weiteren Informationsbeschaffung

Dienstag, 08. August 2000

Um die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf die Anzeige zu lenken, helfen Sonderwerbe-Formen mit Aufforderungscharakter. Insbesondere Warenproben kommen gut an: Beinahe ein Viertel der Verbraucher (22,8 Prozent) hat sich bereits von einer Warenprobe in einer Zeitschrift zum Kauf oder zur Bestellung des Produktes animieren lassen. Beinahe bei jedem Fünften (19,5 Prozent) hat eine Warenprobe das Interesse am Produkt geweckt, sodass weiteres Informationsmaterial angefordert wurde. Auch die bei Anzeigen aufgeklebten Postkarten erwecken Aufmerksamkeit und fordern die Interaktivität. Für 17,5 Prozent der Bundesbürger waren sie Anlass, um sich weiter über ein Produkt zu informieren, und bei 13,5 Prozent waren sie sogar Auslöser zum Kauf einer Ware. Auf Platz 3 der Sonderwerbe-Formen folgen Coupons auf Anzeigen zum Ausschneiden. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Kommunikationsbarometers von TNS- Emnid und HORIZONT, in dem rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahre in den neuen und alten Bundesländern befragt wurden. Überraschend: Auf Anzeigen abgebildete oder im Fernsehen eingeblendete Online-Adressen verfehlen ihr Ziel. Sie wecken nur bei 4,1 Prozent der Kunden Interesse an weiteren Informationen. Und zum Kauf oder Bestellen eines Produktes motivieren Online-Adressen noch weniger. Nur 3,4 Prozent der Befragten haben sich schon einmal von einer auf einer Anzeige abgebildeten Online-Adresse zum Erwerb einer Ware motivieren lassen.
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