One more thing? Neue Spekulationen über TV-Geräte von Apple

Mittwoch, 26. Oktober 2011
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Spekulationen über den Einstieg von Apple in das Geschäft mit Fernsehern, befeuert von den Hoffnungen der Apple-Fans, gibt es seit langem. Zuletzt im August heizte ein Wall-Street-Analyst die Gerüchteküche an. Jetzt soll Jeff Robbin, einer der Top-Entwickler für iTunes ein TV-Projektteam bei Apple leiten. Bestätigt werden auch diese, von US-Medien lancierten, Gerüchte nicht. Gestützt werden die Hoffnungen auf ein TV-Gerät von Apple aber durch die soeben erschienene Biographie des verstorbenen Steve Jobs. Laut Autor Walter Isaacson habe Jobs erzählt, er habe das Problem, wie man ein TV mit einfachem Interface und drahtloser Synchroniserung mit den Apple-Geräten herstelle „finally cracked“. „Es wird das einfachste Bediensystem haben, das man sich vorstellen kann“, wird Jobs von Isaacson zitiert.

Zuletzt wurde spekuliert, Apple könnt ab Frühjahr 2012 die Modelle anbieten, die dem 46 Zoll Bose Video Wave mit integrierter Surround-Anlage ähneln. Das würde bedeuten, dass Apple in der Premium-Liga reüssiert. Der Bose-TV kostet über 6000 Euro. Der Apple-Fernseher würde indes in drei Preisklassen auf den Markt kommen. Andere Spekulationen nennen 2013 als Termin.

Apple dürfte mit einem TV-Angebot vor allem dem angesichts von Patentstreitigkeiten derzeitigen Lieblingsgegner Samsung in die Parade fahren. Der südkoreanische Hersteller, wichtiger Wettbewerber auf dem Tablet-Markt, hat von seinem internetfähigen Smart TV mit App-Funktion bereits über zwei Millionen Geräte verkauft. Und es bietet die Option, die iPhone-Konkurrenten aus dem Hause Samsung als TV-Fernbedienung zu nutzen.

Apple muss sich also etwas einfallen lassen, will es nicht die Technologieführerschaft verlieren. Denn die Entwicklung geht hin zu einer einfach handhabbaren Verschmelzung der Geräte. Usability aber war bislang immer ein Markenversprechen von Apple.

Doch derzeit hat das Unternehmen lediglich eine Set-Top-Box zu bieten, die per iPhone und iPad gesteuert werden kann. Mit Apple TV können Nutzer auf Inhalte im eigenen Netzwerk und im Internet etwa auf Youtube zugreifen und via iTunes Filme ausleihen. Das Nebengeschäft läuft inzwischen mehr als zufriedenstellend. Weltweit verkauft Apple pro Quartal rund eine halbe Million Exemplare der Streaming-Schachtel. Ein eigenes TV-Gerät könnte da erst recht Geld in die Kassen spülen. Analysten prophezeit, dass Apples Börsenwert bei einem Eintritt in den HDTV-Markt um 100 Milliarden US-Dollar steigen würde. ork
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