Olympia: Medaillengewinner sind schnell vergessen

Mittwoch, 31. März 2010
Sie kennt jeder Zweite: Maria Riesch
Sie kennt jeder Zweite: Maria Riesch

Sie gehen an ihre Leistungsgrenze, holen Medaillen für Deutschland und geraten doch schnell in Vergessenheit: die deutschen Olympiahelden. „Seit jeher sind es in Deutschland bei Olympischen Spielen zwei bis drei Athleten, welche im kollektiven Sportgedächtnis haften bleiben", sagt Hartmut Zastrow, Vorstand von Sport + Markt in Köln. Die Sponsoringberatung hat Olympia-Zuschauer nach den Spielen in Vancouver gefragt, an welche Athleten sie sich erinnern. Das nüchterne Ergebnis: Selbst direkt nach dem Turnier kamen nur zwei Medaillengewinnerinnen auf eine ungestützte Bekanntheit von über 50 Prozent. An die zweifache Goldgewinnerin Maria Riesch (Ski Alpin) erinnerten sich 54 Prozent, Gold- und Silber-Biathletin Magdalena Neuner schaffte es auf 52 Prozent. Zastrow: „Diese beiden können ihre Medaillen bei guter Vermarktung auch zu Geld machen. Für alle anderen gilt: Eine Goldmedaille macht nicht reich."

Auf den Plätzen drei bis fünf landeten Bobfahrer André Lange (32 Prozent), Langläufer Axel Teichmann (12 Prozent) und Skirennläuferin Viktoria Regensburg (10 Prozent). Alle weiteren deutschen Medaillengewinner schafften es nicht über die 10-Prozent-Marke. Für die Studie befragte Sport + Markt 500 Bundesbürger, die die Olympischen Winterspiele mindestens an einem Tag im TV verfolgt haben. mh
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