Olympia-Illu: Google zeigt den falschen Drachen

Donnerstag, 14. August 2008
Das Doodle mit dem falschen Drachen
Das Doodle mit dem falschen Drachen

Es ist längst nicht so peinlich wie die Flaggen-Panne in der ARD, aber ein Fehler im Detail: Google verweist auf seiner Startseite derzeit mit einer Drachenillustration auf die Olympischen Spiele in Peking - nur leider mit einem japanischen. Zu erkennen ist dies an den Krallen. In der asiatischen Mythologie werden Drachen je nach Herkunft unterschiedlich dargestellt: Japanische Drachen tragen drei Zehen pro Kralle, chinesische in der Regel fünf, manchmal auch vier.

Bei Google Deutschland sieht man das Ganze nicht dramatisch und verweist auf die USA, wo die sogenannten Doodles - also die zu bestimmten Anlässen gestalteten Feiertagslogos - herkommen. Die Designs stammen von Dennis Hwang, dem "bekanntesten unbekannten Künstler der Welt", wie die "Wirtschaftswoche" jüngst geschrieben hat. Mehr als 180 Millionen Menschen sehen seine Zeichnungen auf den weltweiten Google-Seiten an den entsprechenden Tagen. Eine Auswahl davon ist auch auf der Deutschland-Seite zu finden. Bemerkenswert: Als Sohn koreanischer Einwanderer müsste Hwang sich in der fernöstlichen Drachenmythologie eigentlich auskennen.
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