Ohne Waschbär: O2 lernt die Sprache der Digital Natives

Freitag, 01. März 2013
Auch Plakate kommen zum Einsatz
Auch Plakate kommen zum Einsatz

Jedes Jahr was Neues - bei O2 ist in letzter Zeit kreatives Experimentieren angesagt. Nachdem die Münchner Mobilfunkmarke Anfang 2012 die Kampagne ihres britischen Schwesterunternehmens adaptierte und sich mit Neptun und einem Waschbär zwei  Testimonials anschaffte, präsentiert das Unternehmen jetzt schon wieder einen komplett neuen Auftritt. Der Startschuss für die Kampagne, mit der O2 auf seinen neuen "Blue"-Flatratetarif für 19,99 Euro aufmerksam macht, fällt am heutigen Freitag mit einem Teaser-Spot im Fernsehen. In der kommenden Woche gehen dann ein 60-Sekünder sowie 30- und 20-Sekünder auf Sendung, die im Laufe des Jahres durch diverse Produktspots ergänzt werden.

Auffällig an dem Auftritt ist vor allem die Art und Weise, wie O2 die Zielgruppe anspricht. In dem Commercial wimmelt es nur von englischsprachigen Begriffen wie "Sharen", "Posten", "Streamen", "Tweeten" und "Liken". Damit macht sich das Unternehmen die Sprache der Digital Natives zu Eigen, für die das Internet auch auf dem Smartphone eine Selbstverständlichkeit geworden ist - und die damit als Kunden besonders lukrativ sind. Vor diesem Hintergrund wirkt es fast etwas komisch, wenn die Sprecherin aus dem Off am Ende des Spots erklärt, dass man heutzutage nach wie vor telefonieren und "immer noch SMS schreiben" könne. Dieser Hinweis dürfte schlicht dem Umstand geschuldet sein, dass O2 auch den ganz normalen Handynutzern noch eine Heimat bieten will.

Der erneute kreative Richtungswechsel nach nur einem Jahr dürfte nicht zuletzt auch damit zusammenhängen, dass sich O2 in Deutschland wie berichtet zwei neue Agenturpartner an Bord geholt hat. Neben dem bisherigen Stammbetreuer VCCP, Berlin, sind seit Juli auch Ogilvy & Mather und Saatchi & Saatchi im Boot. Wie eine O2-Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET erläutert, wurde die aktuelle Werbekampagne erstmals von allen drei Agenturen gemeinsam entwickelt, wobei VCCP den Lead übernommen habe. Auch die Münchner Agentur Interone war an der Umsetzung beteiligt. Für Planung und Einkauf ist nach wie vor Zenithmedia zuständig. Neben TV-Spots sind Werbemaßnahmen im Internet, in Printtiteln sowie Plakate geplant. Der Schwerpunkt der Kampagne, die über das gesamte Jahr laufen wird, liegt auf TV und Digital. mas
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