Oh, ein Zwilling! Apollo modifiziert seine kritisierte TV-Kampagne

Donnerstag, 06. Juni 2013
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Nachdem die Optikerkette Apollo-Optik sich zum Frühjahr 2013 still und leise von ihrer bisherigen Leadagentur Grabarz & Partner verabschiedet hatte, legte Apollo im März eine erste Nachfolgekampagne (Kreation: Blink, Wien) vor, die fatal an den Auftritt von Marktführer Fielmann erinnerte und für reichlich Häme in der Branche sorgte. Nach drei Monaten lässt das Unternehmen nun einen zweiten deutlich modifizierten Auftritt folgen. Statt Durchschnittskunden auf der Straße spielen nun ein leicht manischer Zwilling und ein strickender Enkelsohn die Hauptrolle.
An der Grundstruktur seiner Kampagne hat der Händler auch in seinem neuen Auftritt nichts verändert. Wie beim ersten Auftritt produzieren die verprochenen Leistungen dreimal ein überraschtes "Oh!" und steht ein speziell kreiertes Angebotspaket im Mittelpunkt. Damit setzt sich die Marke klar vom Wettbewerber Fielmann ab, bei dem Qualität und Service im Vordergrund stehen. In der Ära Grabarz hatte Apollo-Optik noch versucht, eine emotionale Markenpositionierung aufzubauen, um nicht ausschließlich auf Preisaktionen angewiesen zu sein.

Deutlicher sind die Unterschiede in der Inszenierung. Scheinbar haben sich Unternehmen und Agentur die Kritik am ersten Spot zu Herzen genommen und haben die unglaubwürdigen "authentischen Straßeninterviews" durch leicht exzentrische Protagonisten ersetzt. So freut sich eine Darstellerin darüber, dass sie nicht nur Geld bei ihrer eigenen Brille spart, sondern noch zusätzlich eine Brille für ihre Zwillingsschwester bekommt. Im zweiten Spot will ein strickender Enkelsohn seiner Omi etwas Gutes tun. cam
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