Oddset erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Bwin

Freitag, 04. August 2006

Bwin muss seine Direktmarketing-Maßnahmen künftig einschränken. Das Landgericht München I hat dem privaten Sportwettenanbieter per Einstweiliger Verfügung den Versand von Werbung auf Mobiltelefone ohne die vorherige Einwilligung der Verbraucher verboten. Dem Unternehmen droht für jeden Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Bwin hatte in der Vergangenheit mit so genannten WAP-Push-Diensten Werbung für sein Sportwettenangebot gemacht und unter anderem Gratiswetten zur Fußball-WM angeboten. Oddset begrüßt die Entscheidung des Gerichts. Die "aggressiven Werbe- und Marketingmethoden" von Bwin stünden im "krassen Widerspruch" zum Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 28. März, dass die Notwendigkeit zur Bekämpfung der Spielsucht in den Vordergrund stellt. Der staatliche Sportwettenanbieter musste seine Werbeaktivitäten daraufhin massiv einschränken. mh

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