OWM: Investitionen in die Werbung steigen 2011 weiter

Donnerstag, 11. November 2010
OWM-Vorsitzender Uwe Becker erwartet steigende Werbeinvestitionen
OWM-Vorsitzender Uwe Becker erwartet steigende Werbeinvestitionen


Die Krise ist vorbei, jedenfalls für die Mehrheit der werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland. Und was Medienhäuser noch mehr freuen dürfte: Die meisten Marketing- und Mediaentscheider erwarten in den kommenden Monaten steigende Investitionen. Das sind die zwei wichtigsten Botschaften der aktuellen Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), die deren Vorstandsvorsitzender Uwe Becker heute morgen auf der traditionellen Fachkonferenz in Berlin präsentiert. Nach den Streichorgien scheint der Glaube an das Marketing und die Kommunikation in den Unternehmen langsam zurückzukehren. 56 Prozent der Befragten sagen für 2011 eine Steigerung der Werbeausgaben voraus. Vor zwölf Monaten prognostizierten das nur 40 Prozent. Stagnierende Spendings erwartet knapp ein Drittel der Befragten, lediglich 14 Prozent sehen weitere Kürzungen auf sich zukommen. 2009 waren das noch 30 Prozent. Bereits in diesem Jahr berichten 49 Prozent der Entscheider von wachsenden Werbevolumina 2010, lediglich 39 Prozent (minus 6 Prozentpunkte) melden ein Minus bei den Investitionen.

Doch der Aufschwung steht auf wackeligen Füßen. 40 Prozent der Werbungtreibenden sehen Preiserhöhungen aufseiten der Medien als wichtigste Herausforderung an, 2009 waren das nur 23 Prozent. "Wenn die schon in diesem Jahr stark gestiegene Medieninflation 2011 galoppierend weitergeht, kann ein Ende des positiven Trends schneller kommen als von allen gewünscht", warnt Becker. Auf Rang 2 der Hitliste der wichtigsten Themen steht "Online" mit 38 Prozent, gefolgt von "Fragmentierung der Werbemärkte" mit 31 Prozent. In den digitalen Kanälen hat für 63 Prozent Social Media eine "hohe Relevanz", gefolgt von Messbarkeit mit 61Prozent und 59 Prozent Targeting mit 59 Prozent.

Die OWM-Fachtagung

Die OWM-Fachtagung

Die 15. Fachtagung der OWM steht unter dem Motto "Der vernetzte Konsument" und findet am 10. und 11. November in Berlin statt.

Das bleibt nicht ohne Folgen für den Mediamix. 76 Prozent haben den Online-Anteil weiter ausgebaut. Im vergangenen Jahr waren das nur 71 Prozent. Kein einziges Unternehmen gibt weniger dafür aus. Anders ist die Lage bei TV und Print. Für Spots auf den privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern haben 15 Prozent mehr investiert, 32 Prozent haben ihre Ausgaben gesenkt. Den Printanteil haben 22 Prozent erhöht, 39 Prozent kommen mit weniger Investitionen aus.

"Die Relevanz der neuen Medien im Mediamix der werbenden Unternehmen nimmt unvermindert zu. Allerdings zeigt die aktuelle Entwicklung der Bruttowerbeausgaben, dass auch die klassischen Medien wieder wachsen", sagt Joachim Schütz. Das gilt besonders für die leidgeprüfte Gattung Print, auch wenn der Saldo weiterhin negativ ist, wie der OWM-Geschäftsführer feststellt. "Weniger Unternehmen als im Vorjahr haben den Anteil in ihren Budgets reduziert." mir
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