OMW-Jahrestagung: Nestlé-CEO fordert Wirkungsnachweise von den Medien

Donnerstag, 10. November 2011
Fordert mehr Anstrengungen: Gerhard Berssenbrügge
Fordert mehr Anstrengungen: Gerhard Berssenbrügge

Es sind keine tröstenden Worte die Gerhard Berssenbrügge parat hat: "Marketingentscheider müssen hart arbeiten und sie werden es in Zukunft noch härter tun müssen." Der CEO von Nestlé  Deutschland eröffnete mit seiner Key Note heute die 16.  Fachtagung der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) in Berlin.  Dabei hatte der Vorstandsvorsitzene klare Forderungen vor den rund 300 Marketing- und Mediaentscheider aus Unternehmen, Verlagen und Agenturen im Gepäck.   Media-, Digital- und Kreativagenturen sollten die Unternehmen stärker begleiten und ihre Dienstleistungen sichtbarer machen. Gleichzeitig übte er harsche Kritik an Verlagen, Onlineanbieter und TV-Sender. "Die Medien vernachlässigen ihre Wirkungsnachweise."  Das Thema dürfte in den kommenden Wochen weiter an Brisanz gewinnen, zumal Unternehmen, wie Berssenbrügge festellte, zunehmend als Publisher und Contentanbieter auftreten.  

Doch die Diskussionen um den Return on Invest wird durch eine weitere Entwicklung befeuert, wie der Nestlé-Chef feststellte. "Der Marketing-ROI geht heute leider zurück." Schuld daran seien unter anderem entstrukturierte Tagesabläufe bei den Konsumenten, und eine zunehmende Fragmentierung der Medienkanäle.  Gleichwohl fordert er auch mehr Mut von seinen Kollegen. "Wer Wachstum will, muss unternehmerisches Risiko eingehen." mir
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