O2 erlaubt Kunden Internet-Telefonie auf dem Handy

Dienstag, 18. August 2009
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O2 macht mal wieder als Innovator von sich reden. Der Münchner Mobilfunker ermöglicht seinen Kunden künftig die Nutzung von Voice-over-IP-Diensten auf dem Handy. Während Konkurrenten wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus die Internet-Telefonie bislang als Teufelszeug verdammen und wegen Kannibalisierungsgefahr nicht zulassen, können O2-Kunden künftig mit Diensten wie Skype untereinander kostenlos telefonieren. Die Umsätze, die normalerweise über die Nutzung des Mobilfunknetzes in die Kasse kommen, will O2 mit dem Verkauf von Internet-Flatrates wieder reinholen, die Voraussetzung für das Telefonieren via Internet sind. Hier bietet die Telefónica-Tochter etwa die Handy-Surfflatrate Internet-Pack-M an. Mit dem Angebot surfen Kunden für 10 Euro monatlich bis zu einem Volumen von 200 MB mit bis zu HSDPA Geschwindigkeit. Wem das nicht ausreicht, dem steht auch das Internet Pack L für 25 Euro im Monat zur Verfügung.

O2-Marketing-Geschäftsführer Lutz Schüler
O2-Marketing-Geschäftsführer Lutz Schüler
"Wir haben eines der modernsten und schnellsten mobilen Datennetze in Europa und das sollen unsere Kunden ohne Einschränkungen erleben, egal ob Surfen, E-Mailen, Instant Messaging oder eben auch Telefonieren", sagt Marketing-Geschäftsführer Lutz Schüler. Mit der Öffnung des mobilen Highspeednetzes für VoIP-Dienste wolle das Unternehmen "neue Maßstäbe im Bereich mobiles Internet" setzen, so Schüler weiter.

Bei Experten kommt der schritt von O2 gut an. "Der Schritt von O2, sein Netz für die Nutzung von VoIP-Diensten wie Skype ohne zusätzliche Kosten zu öffnen, ist aus Marktsicht klug und kommt zur richtigen Zeit", sagt Wolf Ingomar Faecks, Geschäftsführer von Sapient Deutschland und Head of Telecommunications and Media Continental Europe Sapient. Die Zukunft für die Mobilfunkanbieter liege definitiv in Datentarifen und dem mobilen Internet. O2 habe anders als der Wettbewerb die Zeichen der Zeit erkannt. mas
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