Nur 4 Prozent der Verbraucher haben bisher Stromanbieter gewechselt

Montag, 17. April 2000
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Die liberalisierte Strommarkt hat sich offenbar noch nicht in allen Köpfen festgesetzt: Nur etwa jeder sechste deutsche Privatkunde (17 Prozent) hat sich bisher aktiv mit den Möglichkeiten des freien Marktes auseinandergesetzt. Weitere 30 Prozent haben zwar davon gehört, sich aber noch nicht aktiv damit beschäftigt. Die Hälfte der Verbraucher ist am Thema nicht interessiert (42 Prozent) oder völlig uninformiert (8 Prozent). Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Telefonumfrage des Möllner Instituts Sample QM, für die 1000 Personen über 14 Jahren befragt wurden. 84 Prozent der Probanden haben der Untersuchung zufolge an ihrem bisherigen Liefervertrag nichts geändert, weitere 11 Prozent haben sich zum Abschluss eines Sondervertrags mit ihrem Alt-Anbieter entschlossen. Nur vier Prozent geben an, ihren Stromversorger gewechselt zu haben – die meisten davon (rund 300.000) zu Yello. Als möglichen Grund für die geringe Wechselneigung sehen die Sample-QM-Forscher Zweifel an der Versorgungssicherheit an: So glauben nur 39 Prozent der Befragten, dass die Stromlieferung bei einem neuen Anbieter genauso sicher bleibt wie bisher. Zudem sind 45 Prozent der Meinung, dass sich bei einem Anbieterwechsel nicht viel sparen lasse.
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