Nokia sucht neuen Klingelton per Crowdsourcing

Montag, 05. September 2011
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Der finnische Handyhersteller Nokia braucht neuen Input für sein schwächelndes Kerngeschäft und aktiviert dafür seine Fans: Weltweit sind Anhänger des Unternehmens dazu eingeladen, eine neue Version der "Mutter aller Klingeltöne", des Nokia-Tune, zu kreieren. Den Gewinnern winken neben der Ehre ordentliche Geldpreise.

Frisch, ausdrucksstark, kreativ und einzigartig soll sie sein, die aufgemotzte Nokia-Melodie. Die User haben bei der Kreation relativ freie Hand: Sie können neue und alte Nokia-Melodien ausprobieren oder komplett eigene Musikstücke, Töne und Kompositionen erstellen. Nicht verhandelbar ist allerdings die Länge: 30 Sekunden soll der Klingelton maximal lang sein. Als Plattform dient die auf Melodien spezialisierte Crowdsourcing-Plattform Audiodraft. Die Vorschläge können unter nokiatune.audiodraft.com eingereicht werden, Einsendeschluss ist der 2. Oktober 2011.

Fünf der beliebtesten Beiträge bestimmen die Nokia-Fans per Like-Button, weitere fünf werden von einer siebenköpfigen Jury bestimmt. Dieser gehören unter anderem Kai Bronner, Geschäftsführer der Hamburger Audio Branding Academy und Marko Athisaari, Senior Vice President Design and User Experience bei Nokia, an. Die Jury kürt schließlich auch den Gesamtsieger. Die beste Melodie ertönt ab 2012 auf ausgewählten Nokia-Modellen und wird außerdem in Nokias Ovi-Shop zum Download zur Verfügung stehen und in das Brand Book des Unternehmens aufgenommen. Der Gesamtsieger bekommt ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar, die fünf Nächstplatzierten werden mit je 1.000 Dollar belohnt.

Der klassische Nokia-Tune klingelte 1994 zum ersten Mal und ertönt heutzutage nach Unternehmensangaben rund eine Millarde Mal auf Handys und Smartphones. Zuletzt war das Stück, das auf eine Komposition des spanischen Gitarristen Francesco Tárrega (1852 - 1909) zurückgeht, jedoch immer seltener zu hören: Kürzlich musste Nokia seine Spitzenposition als weltweit größter Hersteller von Smartphones an US-Star Apple abgeben. Bei herkömmlichen Geräten liegen die Finnen aber nach wie vor auf Rang 1. ire
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