Nokia-Kettenbriefe per E-Mail sind falsch

Mittwoch, 29. März 2000

Mit so genannten "Junk-Mails" an seine Kunden wird der Mobiltelefon-Anbieter Nokia kon-frontiert. Per E-Mail haben Unbekannte im Namen Nokias Nachrichten an eine unbekannte Zahl von Besuchern der Internet-Site des Konzerns gesendet, die ähnlich einem Kettenbrief aufgebaut sind. Einleitend verweisen die Verfasser in englischer Sprache auf die neue WAP-Handy-Generation des Anbieters: "Um die Kunden, die das Internet nutzen, zufrieden zu stellen, haben wir eine Serie neuer Handys namens WAP entwickelt." Der Erläuterung auf den Fuß folgt das Versprechen: "Jeder, der diese Nachricht 25-mal weiterverschickt, erhält das Nokia 7110, das erste WAP-Telefon." Wie die Verfasser weiter erklären, gelte das Angebot nur für Microsoft Windows-95-Nutzer, da Nokia nur im Rahmen dieses Systems erkenne, ob und an welche E-Mail-Adressen die Nachricht weitergesandt wird. Zwei Wochen später wolle sich Nokia dann melden, um die Postadresse des Teilnehmers zu erfragen und ihm das Handy zukommen zu lassen. "Ein Fake" nannte ein Nokia-Mitarbeiter die Aktion. Auch Nohia-Sprecherin Birgit Opladen betont, dass das Unternehmen mit der Nachricht nichts zu tun habe. "Wir ermitteln zurzeit in der Sache, geben aber keine Infos raus." Zu erfahren war lediglich, dass inzwischen das finnische Headquarter die Ermittlung der Angelegenheit an sich gerissen hat.
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