Nissans Nobelmarke Infiniti kommt ohne Big Bang

Donnerstag, 13. März 2008
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Ende Oktober beginnt der japanische Autobauer Nissan mit dem Roll-out seiner Premiummarke Infiniti in Europa. 2009 wird der Luxus-Ableger auch nach Deutschland kommen - allerdings eher auf leisen Sohlen, wie Europa-Marketingchef Bastien Schupp im Gespräch mit HORIZONT ankündigt. "Sie werden von uns sicher keine riesige TV-Kampagne sehen, die zum Launch auf allen Sendern verkündet: Infiniti ist da", so der Marketer. "Wir werden Maßnahmen einsetzen, die sich anders anfühlen als eine doppelseitige Anzeige oder ein 30-sekündiger TV-Spot." Mit Details zur Launchkampagne, die TBWA in Paris entwickeln wird, hält man sich bei Infiniti derzeit noch zurück.

Marketingchef Bastien Schupp: "Wir sind eine unkonventionelle Marke."
Marketingchef Bastien Schupp: "Wir sind eine unkonventionelle Marke."
Für die Fahrspaß-orientierte Marke sucht Schupp die passende Lücke zwischen den übermächtigen Konkurrenten Audi und BMW, Lexus und Mercedes-Benz. Das Rezept: Ein Image als urbaner Rebell, umfassender Kundenservice und für das Wettbewerbsumfeld ungewöhnliche Below-the-Line-Kommunikation. "Wir sind eine unkonventionelle Marke", gibt Schupp die Richtung vor.

Wofür der Angreifer aus Japan in Europa steht, soll potenziellen Kunden ab sofort ein aufwendiges Brand-Magazin zeigen: "Adeyaka" pflegt das Rebellenimage der Marke - und zeigt etwa das Modell G 37 Coupé auf Tour durch die Bronx. Die Mediaagentur OMD Fuse in London platziert das dicke Heft an Zielgruppen-relevanten Orten wie Flughafen-Lounges und Golfclubs. Hinter dem Projekt stehen die beiden Kreativen Berthold Dörrich und Michael Köckritz und ihr Kommunikationszentrum Altes Wasserwerk in Reutlingen.

Mehr zu diesem Thema in HORIZONT-Ausgabe 12/2008, die am heutigen Donnerstag erscheint.

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