Nielsen: Werbung per Direct Mail, Internet und Kino legt zu

Donnerstag, 19. Januar 2006

Der positive Trend des Werbemarktes spiegelt sich laut Nielsen Media Research auch in der Entwicklung der Bruttowerbeaufwendungen der Mediengattungen Direct Mail, Online und Kino wider. In der Mediengattung Direct Mail wurden für das Gesamtjahr 2005 Bruttowerbeinvestitionen von 2,96 Milliarden Euro (plus 13,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004) ermittelt. Zu den werbestärksten Bereichen in Direct Mail in 2005 gehörten erneut die Spezialversender mit insgesamt 838 Millionen Euro (plus 17,9 Prozent), gefolgt von den Groß-Versendern mit 492 Millionen Euro (Plus 9,1 Prozent) und den Handelsorganisationen mit 486 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent). Für den Online-Markt ermittelt Nielsen Media Research für 2005 Bruttowerbeaufwendungen in Höhe von 410 Millionen Euro. Dieses entspricht einem Plus von 32,8 Prozent bzw. mehr als 100 Millionen Euro. Damit weist das Medium Online die stärkste prozentuale Wachstumsrate aller von Nielsen Media Research erfassten Medien auf. "Der Online-Werbemarkt schließt mit einem Rekordniveau in 2005 ab. Dies liegt auch daran, dass dank schnellerer Internet-Verbindungen und den zunehmend attraktiven Angeboten an Internet-Services die Internet-Nutzung deutlich gesteigert werden konnte", so Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research.

Besonders stark fiel das Wachstum der Online-Werbespendings für die Online-Dienstleistungen (plus 39,5 Prozent auf 82 Millionen Euro) aus. Weiterhin haben die Bereiche Finanzdienstleistungen (plus 61,2 Prozent) und Telekommunikation (plus 54,4 Prozent) im Online-Markt verstärkt geworben. Die Daten des Mediums Online werden aufgrund von Angaben der Vermarkter von Online-Werbung ermittelt. Insgesamt kooperiert Nielsen hier mit 25 der führenden Vermarkter von Online-Werbung.

Im Medium Kino wurden für das Jahr 2005 Bruttowerbeaufwendungen in Höhe von 86 Millionen Euro festgestellt. Dieses entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Werbeintensivste Branche im Kino war in 2005 der Bereich Körperschaften mit einem Plus von 17,4 Prozent auf rund 9 Millionen Euro. Eine bemerkenswerte Steigerung hatte der Bereich Oberbekleidung mit einem Wachstum von fast 230 Prozent auf 6,9 Millionen Euro. Das Werbewachstum dieser Branche im Kino beruhte zum großen Anteil auf der Textilkette H&M, die ihre Werbeinvestitionen unter anderem ins Medium Kino verlagerte. Darüber hinaus verstärkten die Unternehmen der Pflegenden Kosmetik (plus 1,2 Millionen Euro) ihre Werbeinvestitionen in diesem Medium. kj

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