Nielsen: Werbemarkt wächst noch stärker

Freitag, 14. Oktober 2005

Das Wachstum des Werbemarktes hat sich laut Nielsen Media Research im dritten Quartal noch einmal verstärkt. Die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien stiegen in den ersten neun Monaten um knapp 600 Millionen Euro auf 13,3 Milliarden Euro. Dieses entspricht einer Wachstumsrate von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom zweiten zum dritten Quartal hat sich die Wachstumsrate von 3,1 Prozent auf 6,8 Prozent mehr als verdoppelt. "Damit tritt der Verlauf ein, den wir Anfang des Jahres prognostiziert hatten," kommentiert Ludger Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Media Research, die Herbstzahlen. Der Löwenanteil des Wachstums entfällt mit einem Plus von 247 Millionen Euro auf die Medien selbst und hier insbesondere auf die Print-Medien sowie Sonstige Medien/Verlage, die sich neben ihrem Anzeigenvertrieb vor allem auf neue Einnahmequellen und Zusatzgeschäfte konzentrieren und diese durch Werbeschaltungen promoten. Weiteres Wachstum in Höhe von 77 Millionen Euro erzeugt der Bereich Telefon- und Faxdienste. Das verstärkte Wachstum des Marktes im dritten Quartal ist Zudem auf die Bereiche Auto, Bier und Telekommunikation zurückzuführen.

TV verbuchte 5,5 Milliarden Euro der Bruttowerbeinvestitionen per 30. September. Dieses entspricht einem Wachstum von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 9,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von 2,7 Milliarden Euro einen Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen 2004.

Das Medium Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von rund 834 Millionen Euro erwirtschaften und somit eine Steigerung von 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten sich um 11,4 Prozent auf knapp 464 Millionen Euro. Fachzeitschriften konnten einen Anstieg von 1,9 Prozent auf rund 318 Millionen Euro verzeichnen. ork



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