Nielsen: Werbemarkt legt im Juli wieder zu

Dienstag, 11. August 2009
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt

Es ist ein wenig wie im Spätwinter: Jedes grüne Pflänzchen wird begeistert gefeiert.  Für Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research in Hamburg, sind die aktuellen Juli-Zahlen so ein Hoffnungsschimmer. Mit 2,2 Prozent verzeichnet der Werbemarkt erstmals in diesem Jahr ein Wachstum. Ob das wirklich die lang ersehnte Erholung ist, bleibt abzuwarten. "Wir würden uns alle freuen, wenn wir den vielzitierten Satz  - the recession is over - auch bald für Deutschland übernehmen könnten", sagt Wibbelt. In der Gesamtbilanz ist beim Werbemarkt jedenfalls noch keine flächendeckende Erholung zu sehen. Im Gegenteil: In den ersten sieben Monaten gingen die Brutto-Werbespendings um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück und liegen aktuell bei 11,1 Milliarden Euro.

Besonders gebeutelt hat es erneut die Publikumstitel, die rund 15 Prozent verlieren und so auf Bruttoeinnahmen von 1,8 Milliarden Euro kommen. Ein Minus von 8,3 Prozent bilanziert Nielsen bei den Fachzeitschriften. Dagegen sind die Zeitungen mit 0,3 Prozent stabil, während die Gattung TV mit 4,8 Millionen Euro rund 0,5 Prozent verliert. Am stärksten legt mit 12,9 Prozent Plakat zu, aber auch das Abverkaufmedium Radio kommt knapp auf ein Prozent Wachstum. Immer noch schlecht, wenn auch nicht mehr so stark, läuft es beim Kino. Bis Juli verzeichnete die Gattung einen Rückgang von 19,4 Prozent. mir
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