Nielsen: Werbemarkt legt im 1. Halbjahr um 4,5 Prozent zu

Mittwoch, 11. Juli 2007
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Das Bruttowerbevolumen in Deutschland betrug laut Nielsen Media Research im 1. Halbjahr 2007 rund 10,1 Milliarden Euro. Dies bedeutet ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit beschleunigt sich das Wachstum wieder etwas - bis Mai war lediglich eine Steigerung von 3,6 Prozent gemessen worden. Das Plus von 5,1 Prozent, das im Gesamtjahr 2006 erreicht wurde, ist damit knapp verfehlt. "Obwohl das erste Quartal 2007 wie prognostiziert mit 6,9 Prozent stärker gewachsen ist als das zweite Quartal mit 2,4 Prozent, profitierte insbesondere der Monat Juni", erklärt Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research.

Das stärkste Wachstum weist in den ersten sechs Monaten des Jahres die Autobranche auf, die um 14,8 Prozent auf 832 Millionen Euro zulegt. Der mit Abstand größte Spender ist Toyota mit 94 Millionen Euro - die bislang größte deutsche Plakatkampagne Anfang des Jahres wirkt sich hier aus. Wibbelt sieht die Ursache dafür in der Tatsache, dass der Pkw-Verkauf in den ersten Monaten des Jahres schleppend anläuft, während das Konsumklima positiv ist. "Das ist sicherlich auch ein Grund, warum die Automobilkonzerne jetzt den Markt verstärkt werblich ankurbeln." Werbeintensivste Branche bleibt der Handel mit 886 Millionen Euro und einem Plus von 4 Prozent. Die Telekommunikation gibt dagegen mit minus 5,1 Prozent deutlich nach.

Alle Werbeträger mit Ausnahme der Publikums- und der Fachzeitschriften konnten ihre Umsätze steigern. Überproportional legen Plakat (17,1 Prozent), Radio (7,5 Prozent) und Fernsehen (6,7 Prozent) zu. Zeitungen verbuchen ein Plus von 3,2 Prozent. kj
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