Nielsen: Werbemarkt ist noch im Winterschlaf

Mittwoch, 13. März 2013
Media Saturn hat seine Spendings erhöht
Media Saturn hat seine Spendings erhöht

Der Werbemarkt ist noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht. Bis Ende Februar haben die Unternehmen in Deutschland brutto 3,61 Milliarden Euro investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Minus von 0,8 Prozent. Nach wie vor leiden vor allem die Printsparten unter dem Sparkurs der Werbungtreibenden. Die Publikumstitel nahmen brutto knapp 500 Millionen Euro ein, ein Minus von 8,1 Prozent. Noch härter trifft es die Zeitungen. 693 Millionen Euro bedeuten ein Minus von 10,6 Prozent. Waren die Online-Spendings zu Beginn des Jahres noch negativ, so stabiliert sich der Kanal jetzt. 386 Millionen Euro bedeuten ein Mini-Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber von den zweistelligen Wachstumsraten vergangener Jahre ist Online weit entfernt. Diese erreichen in den ersten beiden Monaten Kino (plus 10,3 Prozent), Out-of-Home (plus 10,8 Prozent) und Radio (plus 17 Prozent). TV legt um drei Prozent zu und kommt auf einen Umsatz von 1,53 Milliarden Euro.

Stärkster Werbungtreibender ist Procter & Gamble mit 64,3 Millionen Euro. Allerdings hat der Konsumgüterriese den Werbedruck um 8,4 Prozent verringert. Und das ist kein Einzelfall. Von den Top 10 der Werbungtreibenden haben insgesamt sechs Unternehmen die Spendings reduziert, darunter Dickschiffe wie Unilever (minus 22,4 Prozent) und Volkswagen (minus 17,5 Prozent). Dagegen erhöht Media-Saturn den Werbedruck auf 55,3 Millionen Euro, ein Plus von 30 Prozent. Damit folgt die Metrotochter einem Trend: Die Händler haben in den ersten beiden Monaten ihren Druck um 2,3 Prozent auf 218,7 Millionen Euro erhöht. mir
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