Nielsen: Werbeeinnahmen brechen erneut ein

Freitag, 12. Juni 2009
Media-Markt bleibt der Top-Werbungtreibende in Deutschland
Media-Markt bleibt der Top-Werbungtreibende in Deutschland

Der Werbemarkt steckt weiter tief in der Krise. In den ersten fünf Monaten sanken die Bruttowerbeausgaben der Unternehmen auf knapp 8,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 3,8 Prozent. Das gab heute Nielsen Media Research in Hamburg bekannt. Besonders betroffen von der Sparwelle bei den Werbungstreibenden sind erneut die Zeitschriften. Die Publikumstitel verlieren gegenüber 2008 16 Prozent und liegen derzeit bei einem Bruttoumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Nicht viel besser ergeht es mit einem Minus von 9,4 Prozent den Fachzeitschriften. Sie kommen auf einen Umsatz von 166 Millionen Euro. 

Weiter im Tal der Tränen verharrt die Mediengattung Kino. Seit Mai haben die Unternehmen dort die Spendings um 30,2 Prozent zurückgefahren. Rund 21 Millionen setzen die Werbungtreibenden hier um.

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Ebenfalls im Minus verharrt TV. Mit knapp 3,7 Milliarden Euro verzeichnen die Sender einen Rückgang von 1,7 Prozent. 

Noch nicht im Minus ist dagegen die Gattung Plakat. Allerdings stagniert der Werbeträger jetzt nach einem guten Jahresstart bei 327 Millionen Euro.

Und selbst bei den Abverkaufsmedien Radio und Zeitungen stottert der Motor. Beide vermelden nur noch ein bescheides Wachstum von je einem Prozent im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Jahres 2008. Radio kommt auf einem Umsatz von 522 Millionen Euro, die Zeitungen auf knapp 2,2 Milliarden Euro.

Größter Werbungtreibende ist nach wie vor Media-Saturn, gefolgt von Discount-König Aldi und Procter & Gamble. mir
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