Nielsen: Weihnachtsgeschäft pusht Werbemarkt

Montag, 14. Dezember 2009
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt

Der leichte Aufwärtstrend auf dem Werbemarkt setzt sich fort: Nielsen Media Research verzeichnet im November bei den Brutto-Spendings ein deutliches Plus von 3,6 Prozent. Grund ist das traditionell werbeintensive Vorweihnachtsgeschäft. Insgesamt verzeichnet Nielsen Bruttoaufwendungen von knapp 18,75 Milliarden Euro. In der Bilanz für das Gesamtjahr 2009 steht unter dem Strich noch ein Minus in Höhe von 1,3 Prozent - im September lag das kumulierte Minus noch bei 1,9 Prozent.

Während die Spendings bei Zeitungen gegenüber dem Vorjahresniveau nahezu gleich bleiben, verzeichnen TV und Radio über das Jahr 2009 hinweg ein leichtes Plus von 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent - wohlgemerkt brutto. Plakat kann sogar ein Plus von 10,5 Prozent verzeichnen. In Fachzeitschriften wird 7,7 Prozent weniger investiert, Kinowerbung verliert sogar 8,8 Prozent der Werbeumsätze. Das ist allerdings deutlich besser als zu Jahresbeginn, als das Minus hoch zweistellig war. Großer Verlierer sind wie bereits in den Vormonaten die Publikumszeitschriften  - hier liegt das Minus bereinigt noch bei 12,7 Prozent.

Die Top-20-Werbungtreibenden (zum Vergrößern bitte klicken)
Die Top-20-Werbungtreibenden (zum Vergrößern bitte klicken)
Bei den Werbungtreibenden macht derzeit vor allem der Konsumgüterriese Procter & Gamble von sich reden, der seine Werbeoffensive fortsetzt: Der Konzern hat im November 64,6 Millionen Euro in die Hand genommen und liegt mit Jahresgesamtausgaben von gut 427 Millionen Euro bereits 23,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Top-Spender ist im November Media-Saturn mit Bruttoausgaben von knapp 72,5 Millionen Euro, auf Platz 3 folgt Ferrero mit knapp 55,5 Millionen Euro. np

Das Chart zum Download finden Sie unten im Reiter "Marktdaten"
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