Nielsen: Trotz Krisenherde steigen globale Werbespendings im 1. Quartal

Montag, 23. Juli 2012
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Es ist eine Rückschau auf das erste Quartal 2012 und vielleicht ist diese im Dezember auch nur noch Geschichte angesichts der sich eintrübenden Konjunktur. Aber in den ersten drei Monaten des Jahres sind die Werbeinvestitionen der Unternehmen weltweit um 3,1 Prozent auf 128 Milliarden US-Dollar gestiegen, trotz regionaler Konflikte, trotz der Schuldenkrise in den USA und Europa. Das geht aus dem aktuellen Nielsen-Report "Global Adview Pulse" hervor.
In allen Regionen wachsen demnach die Spendings, lediglich in Europa gehen die Ausgaben um 1,4 Prozent zurück. Boomregionen sind der Mittlere Osten und Afrika. Hier wachsen die Werbeausgaben der Unternehmen um jeweils 23,3 Prozent. In Ägypten etwa legte der Markt um 67 Prozent zu. Um knapp 10 Prozent stiegen die Ausgaben in Lateinamerika. In den USA und Kanada gab es ein Wachstum von 2,1 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum ein Plus von 1,7 Prozent.

Die Entwicklung der einzelnen Kanäle (zum Vergrößern bitte anklicken)
Die Entwicklung der einzelnen Kanäle (zum Vergrößern bitte anklicken)
Bei den Kanälen verzeichnen lediglich die Magazine ein Minus von 1,4 Prozent. Selbst die in Deutschland krisengeschüttelten Zeitungen legen global gesehen um 3,1 Prozent zu. TV, das weltweit stärkste Medium, wächst um knapp 3 Prozent. Kaum eine Überraschung: Auch global gewinnt das Internet weiterhin an Macht in den Mediaplänen: Mit 12,1 Prozent legt der Kanal bis März am stärksten zu. 

Zwei Branchen treiben die Spendings derzeit nach oben. Zum einen der Handel, dessen Ausgaben um fast 11 Prozent steigen. Zum anderen die Telekommunikationsbranche. 7,8 Prozent haben die Unternehmen im ersten Quartal rund um den Globus investiert. Das ist eine Folge des zunehmenden Wettbewerbs bei Smartphones und Tablets, der spätestens im Herbst in eine neue Runde gehen wird, wenn unter anderem Microsoft, Apple und Samsung neue Geräte auf den Markt bringen werden. Reduziert haben dagegen die Gebrauchsgüterhersteller wie Haushaltsgeräteproduzenten und Möbelhersteller (-2,6 Prozent) sowie Unternehmen aus dem Bereich Industrie und Dienstleistungen (-3,3 Prozent). Beide Sektoren stehen für 16 Prozent der weltweiten Ausgaben. Am intensivsten werben nach wie vor die Konsumgüterhersteller mit einem Anteil am Werbemarkt von 23,4 Prozent, vor der Unterhaltungsbranche mit 12,1 Prozent. mir
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