Nielsen: Noch ist der Werbemarkt stabil

Donnerstag, 11. August 2011
Nielsen bilanziert die ersten sieben Monate des Jahres
Nielsen bilanziert die ersten sieben Monate des Jahres

Die schlechten Nachrichten häufen sich, doch noch ist von Krisenstimmung auf dem Werbemarkt nichts zu spüren. In den ersten sieben Monaten des Jahres legte der Werbemarkt um 4,8 Prozent zu. Allerdings sorgen längst nicht alle Unternehmen für einen erhöhten Werbedruck. Allen voran Aldi und Media-Saturn sind derzeit im Sparmodus. Der Discounter fuhr seine Spendings um fast 24 Prozent nach unten, der an seiner Kommunikationsstrategie feilende  Elektrofachhändler reduzierte seine Spendings in den ersten sieben Monaten des Jahres um 15 Prozent.

Laut Nielsen investierten die Unternehmen insgesamt in diesem Jahr bislang13,8 Milliarden Euro. Allein im Juli steckten die Unternehmen 1,7 Milliarden Euro in die Werbung. Das ist gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 4,2 Prozent. Nach der Analyse der Marktforscher profitierten im Sommermonat vor allem Kino, Plakat, Radio und TV. Ohnehin sind derzeit alle Mediengattungen im Plus. Lediglich bei den Zeitungen knirscht es wieder. Die Blätter kommen zwar auf einen Werbeumsatz von 2,6 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich der ersten sieben Monate bedeutet das allerdings ein Minus von 1,3 Prozent.

Ganz anders dagegen entwickeln sich dagegen die anderen Printgattungen. Die Publikumstitel legen mit 1,9 Milliarden Euro um fast vier Prozent zu. Die Fachzeitschriften verzeichnen mit 235 Millionen Euro ein Wachstum von 3,6 Prozent. In TV haben die Unternehmen bis Juli 5,7 Milliarden Euro Investiert, ein Plus von 3 Prozent, Radio legt gar um 4,1 Prozent zu. Zweistellig wachsen Kino (Plus 30,7 Prozent), Internet (Plus 23,7 Prozent) und Plakat (Plus 16,4 Prozent).

Nach wie vor auf dem Gaspedal stehen im Branchenvergleich die Autohersteller. Gute vier Wochen vor der IAA haben die Unternehmen bislang 856 Millionen Euro in die Werbung gesteckt, 62 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum 2010. Dagegen schwächeln die Handelsorganisationen weiter. Zwar belegen Metro, Aldi und Co nach wie vor den ersten Platz im Branchenranking, aber ein Minus von 7,2 Prozent zeigt, dass die Unternehmen in ihrer Mehrheit derzeit defensiver agieren als im Jahr 2010. An der Spitze der Top 10 der Werbungtreibenden in Deutschland steht einmal mehr Procter & Gamble mit 275 Millionen Euro ( Minus 2,4 Prozent) vor Media-Saturn mit 241 Millionen Euro. Auf dem dritten Platz rangiert Unilever mit 197 Millionen Euro (Minus 1,4 Prozent). mir
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