Nielsen Media Research: Wachstum flaut weiter ab

Mittwoch, 12. Dezember 2007
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Das Herbsttief im deutschen Werbemarkt setzt sich fort. Das Wachstum der Bruttospendings hat sich laut dem Hamburger Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research bis Ende November um weitere 0,2 Prozentpunkte auf ein Plus von kumuliert 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verlangsamt. Insgesamt haben die Werbungtreibenden in den ersten elf Monaten des Jahres rund 18,9 Milliarden Euro in klassische Werbung investiert. Elektronikdiscounter Media-Markt legt im November noch einen Zahn zu. Mit dem Start der Kampagne mit Testimonial Olli Dittrich steigert er seine Ausgaben gegenüber 2006 um 8,8 Prozent auf 256,9 Millionen Euro. Dank der Offensive zum Weihnachtsgeschäft löst Media-Markt Aldi als Spitzenreiter im Ranking der meistbeworbenen Marken ab. In der Tabelle der Top-Spender führt die Holding Media-Saturn vor den Konsumgüterriesen Procter & Gamble und Unilever.

Weniger Freude dürfte den Vermarktern indes Lidl bereiten. Der Discounter mit Sitz in Neckarsulm fährt seine Werbeinvestitionen insgesamt um 42 Prozent auf 184 Millionen Euro herunter und setzt seinen Rückzug aus den Tageszeitungen fort, denen damit 130,8 Millionen Euro verloren gehen.

Die meisten Werbeträger können bislang zulegen: Der Gewinner ist das Medium Plakat, das in den ersten elf Monaten des Jahres Einnahmen in Höhe von 722 Millionen Euro verbucht und damit ein Plus von 14,8 Prozent erzielt. Überdurchschnittlich im Plus liegen auch TV-Sender (5 Prozent) und Radio (7,6 Prozent), weniger stark wachsen die Zeitungen (3 Prozent). Rückgänge müssen die Publikumszeitschriften (minus 0,7 Prozent) und Fachzeitschriften (minus 1,8 Prozent) hinnehmen. bn

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 50/2007, die am 13. Dezember erscheint.

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