Nielsen Media Research: Bruttowerbemarkt wächst langsamer

Dienstag, 11. September 2007
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Der Bruttowerbemarkt hat im August etwas an Fahrt verloren: Betrug das Wachstum der Investitionen bis Ende Juli noch 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so liegt das Plus einen Monat später kumuliert bei nur noch 4,2 Prozent. Insgesamt investierten die Werbungtreibenden laut Nielsen Media Research, Hamburg, in den ersten acht Monaten des Jahres rund 12,68 Milliarden Euro in klassische Werbung. Trotz reduzierter Mediaspendings der Discounter bleiben die Handelsorganisationen Top-Spender mit einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum von 4,9 Prozent (1,14 Milliarden Euro). Für ein zweistelliges - wenn auch geringer ausfallendes - Plus sorgen weiterhin die Autobauer, die bis Ende August 77,8 Millionen Euro ausgaben (plus 11,3 Prozent). Ebenfalls spendabel zeigen sich die Sonstigen Medien (plus 17,6 Prozent), Schokolade und Zuckerwaren (plus 11,4 Prozent) sowie Alkoholfreie Getränke (18,6 Prozent). Knauserig bleiben die Telekommunikationsdienstleister mit einem Minus von 12,9 Prozent.

Die meisten Einnahmen verzeichnet nach wie vor TV: Insgesamt flossen zwischen Januar und August rund 5,18 Milliarden Euro in Fernsehwerbung (plus 6,6 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich profitiert Radio (8,7 Prozent), das mit Bruttowerbeinnahmen in Höhe von 821 Millionen Euro auf Rang 4 liegt, gefolgt von Plakat mit rund 492 Millionen Euro (plus 15,2 Prozent). Die Zeitungen - mit rund 3,4 Milliarden Euro Einnahmen auf Rang 2 - verzeichnen ein mageres Plus von 2,7 Prozent. Für die Publikumszeitschriften geht es bis Ende August sogar um ein Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro bergab. mh

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