Nielsen: Keine Wende im Werbemarkt

Dienstag, 13. August 2002
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Werbemarkt Trendwende Nielsen Media Research


Der Juli hat dem Werbemarkt keine Trendwende beschert: Die Brutto-Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr erneut um 5,8 Prozent gesunken. Damit bestätigt der traditionell schwache Sommermonat die von Nielsen Media Research ermittelte 7-Monats-Bilanz: Mit 9,16 Milliarden Euro fallen die Werbeinvestitionen in den klassischen Medien von Januar bis Juli 2002 um 6,1 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum - absolut betrachtet ist dies ein Rückgang von rund 590 Millionen Euro.

Im Verhältnis stark zurückgegangen sind die Werbeaufwendungen für Telekommunikation und Spezialversender: Die Unternehmen kürzten ihre Spendings um 21 Prozent beziehungsweise 28 Prozent auf 322 Millionen und 261 Millionen Euro. Am stärksten zurückgegangen ist der Bereich Finanzanlagen: um 52 Prozent auf 115 Millionen Euro. Ihre Werbeausgaben erhöht haben die Waschmittelhersteller (plus 29 Prozent auf 124 Millionen Euro), Kunst und Kultur (plus 21 Prozent auf 97 Millionen) und die Anbieter von Audio- und Videogeräten (plus 56 Prozent auf 59 Millionen Euro).

Nach den Mediengattungen betrachtet verbucht das Fernsehen mit minus 7 Prozent auf knapp 4 Milliarden Euro die höchsten Rückgänge. Es folgen die Publikumszeitschriften mit einem Minus von 6,5 Prozent auf nunmehr 2,2 Milliarden Euro. Die Brutto-Werbeumsätze beim Radio gehen bis Juli um 5,3 Prozent auf 524 Millionen Euro zurück, die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen sinken um 4,7 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro.
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