Nielsen: Direct Mail stagniert

Dienstag, 17. April 2007

Rund eine Milliarde Euro brutto wurden von Januar bis März 2007 in nicht-klassische Medien gesteckt. Dies ergibt die aktuelle Statistik von Nielsen Media Research in Hamburg. Damit beläuft sich der Gesamtwerbemarkt zusammen mit den klassischen Medien (Seite 22) auf insgesamt 5,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 6,4 Prozent entspricht. Das höchste Werbevolumen unter den nicht-klassischen Medien verzeichnet Direct Mail mit 814,4 Millionen Euro. Damit stagnieren die Ausgaben in diesem Medium weiterhin. Massiv gesteigert wurden die Aktivitäten der Handelsorganisationen, vor allem der Lebensmittel-Discounter.

Das Internet weist als zweitgrößter Bereich 183,3 Millionen Euro Bruttoumsatz auf, was einem Plus von 43,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die höchsten Zuwächse verzeichnen Finanzdienstleistungen und Telekommunikation.

Federn lassen muss dagegen die Kinowerbung. In den ersten drei Monaten wurden 12,8 Millionen Euro investiert, womit der Markt um 20,2 Prozent einbrach. Vor allem die Körperschaften, in den Quartalen zuvor werbestärkster Faktor, haben sich mit einer Kürzung von 1,5 Millionen Euro massiv zurückgezogen.

Auch die Verkehrsmittelwerbung gibt nach: Mit 10,7 Millionen Euro schlägt ein Rückgang um 26,4 Prozent zu Buche. Aktivste Branchen sind Finanzdienstleistungen sowie Möbel- und Einrichtungshäuser, die allerdings beide ihre Spendings reduzierten.

Rückenwind hat dagegen Werbung am Point of Sale, mit einem verdreifachten Gesamtumsatz von 11,1 Millionen Euro kleinster von Nielsen erfasster nicht-klassischer Werbeträger. kj

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