Nielsen-Direct-Mail-Statusbericht: Großversender sparen bei Werbepost

Donnerstag, 22. Februar 2007

Großversender wie Quelle und Otto haben ihre Ausgaben für Werbesendungen im vergangenen Jahr massiv beschnitten und dem Wachstum des Mediums damit einen Dämpfer verpasst. Dies zeigt der Direct Mail Statusbericht 2006, für den Nielsen Media Research in Hamburg die Bruttowerbeausgaben der Unternehmen für das Medium untersucht hat. Am stärksten trat der größte Direct-Mail-Werber Quelle auf die Bremse. Das Fürther Versandhaus reduzierte seine Bruttospendings in das Medium um ein Fünftel auf 111 Millionen Euro - und sparte hauptsächlich beim Versand adressierter und unadressierter Kataloge. Aber auch die Konkurrenten Otto (minus 2 Prozent), Klingel (minus 18,9) und Neckermann (30,9) kürzten die Ausgaben für Werbesendungen mitunter stark.

Die Zurückhaltung der Versender spiegelt sich auch in der Gesamtbilanz für das Jahr 2006 wider: Mit einem Plus von 0,8 Prozent und Bruttowerbeaufwendungen von 3 Milliarden Euro wächst Direct Mail 2006 nur geringfügig. Und das bei einer steigenden Zahl von Verwendern: So hat die Zahl der werbungtreibenden Unternehmen, die das Medium nutzen, im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent zugenommen und liegt nun bei rund einem Drittel.

Insgesamt investierten die Werbungtreibenden für den Versand von Direct Mails 2006 durchschnittlich 77 Euro. jh

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