Nielsen: Bruttospendings stabilisieren sich

Mittwoch, 11. November 2009
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt
Nielsen-Chef Ludger Wibbelt

Der Werbemarkt in Deutschland stabilisiert sich leicht. Im Zeitraum von Januar bis Oktober verzeichtet Nielsen Media Research Bruttoaufwendungen von knapp 16,5 Milliarden Euro - das macht im Oktober ein Plus von 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich damit noch ein Minus von 1,9 Prozent. Während die Bruttospendings bei Zeitungen auf Vorjahresniveau liegen, investieren Werbungtreibende in Publikumszeitschriften 14 Prozent weniger.

Bei den Fachzeitschriften beträgt das Minus rund 9 Prozent, Kino verliert 8,1 Prozent. TV (plus 0,2 Prozent) und Radio (plus 0,1 Prozent) stehen etwas besser da. Gewinner ist Plakat mit 12,6 Prozent.

Bei den Top 20 der werbungtreibenden Unternehmen zeigt sich, dass die Marketingoffensive der Discounter weitergeht: Aldi hat im Oktober 38,8 Millionen Euro für Werbung in die Hand genommen und liegt so für das Gesamtjahr 2009 bereits 30 Millionen über dem Vorjahr. Lidl hat die Ausgaben bislang um knapp 55 Millionen auf 262 Millionen gesteigert. Top-Spender ist Procter&Gamble: Der Konsumgüterriese hat im Oktober 65 Millionen Euro für Werbung in die Hand genommen und liegt damit bei 362 Millionen Euro (plus 67 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum). np
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